aktualisiert am 14.11.2020


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131 Seiten Umfang


Silvis Kolumnen



23.04.2020 Entdeckertour


Hinaus in die erwachende Natur und jeden Tag etwas Neues entdecken. Das kann man auch ohne eine große Reise zu machen. Geht doch einfach mal hinaus, in den eigenen Garten, auf eine stille Wiese, an den Waldrand, oder an ein Gewässer, einfach irgendwo hin, wo es ein Fleckchen Natur gibt. Nun braucht es nur noch etwas Geduld. Macht es Euch bequem und lauscht erst mal der Stimmen der Natur, die so vielfältig sind, dass man es im Alltag einfach oft überhört. Das Summen der Bienen unter den blühenden Obstbäumen ist geradezu betörend! Daneben das Zwitschern der Vögel. Hier kann man schnell heraushören, dass derselbe Vogel nicht nur eine Strophe seines Textes singt. Ein Männchen das ein Weibchen locken will singt anderes, als eines, das Gefahr wittert, oder sich gar gegen einen Rivalen verteidigen muss.
Im Gebüsch raschelt es, was kann es sein? Ein Vogel, der im Unterholz nach Nahrung oder einem geeigneten Platz für ein Nest sucht, eine Katze auf Beutejagd oder die Maus die ein sicheres Versteck sucht?
Beobachtet Ihr die Blüten, könnt Ihr ganz viele verschieden Insekten erkennen. Von vielen wissen wir nicht einmal mehr die Namen, aber vielleicht schafft Ihr es das ein oder andere Insekt zu bestimmen. Und hat dieses erstmal einen Namen, erkennt man es beim nächsten Mal gleich leichter, denn was man kennt sieht man eher.

Bergmolch
Im Teich tummeln sich eben so viele Tierchen und auch die Pflanzenwelt dort erwacht langsam. Frösche, Kröten, Molche kann man relativ leicht erkennen, wer aber genauer ins Wasser schaut, erkennt auch die kleinen Wasserflöhe die sich dort zu tausenden aufhalten. Sie sind Nahrung für die größeren Teichbewohner, wie auch die Libellenlarven, die es natürlich auch erst mal aufzuspüren gilt.
Sicher fällt Euch noch viel mehr ein, was man alles sehen kann, wenn man sich nur einmal Zeit nimmt. Davon haben ja gerade mehr Leute, als ihnen recht ist. Also nichts wie raus und die Heimat neu entdecken!


gez. Silvia Loos



30.04.2020 Frühjahrskur


Die beste Zeit um sich etwas Gutes zu tun ist jetzt im Frühjahr. Da die jungen Pflanzen vor lauter Kraft strotzen.
Brennnesseln kennt wohl jeder, aber ihre tolle Wirkung nur einige. Auch ihre Namensvetterin die Taubnessel, mit der man sie leicht verwechseln kann hat einiges zu bieten.
Es gibt die große und kleine Brennnessel, die Wirkung ist aber bei beiden gleich. Falls Ihr Euch nicht sicher seid ob es sich um die Brenn- oder Taubnessel handelt, einfach mutig den Brenntest mit einem Finger oder dem Handrücken der Hand, die Ihr nicht überwiegend benutzt machen. Sanft die Pflanze streicheln, dann merkt man es gleich ob sie brennt oder nicht. Zum ernten kann man entweder Handschuhe tragen oder wieder die Mutigen kräftig die Pflanze anfassen und ab- oder ausreißen. Es kann die ganze Pflanze verwendet werden. Die Wurzeln helfen die Blase besser zu entleeren, die Blätter sind gut für die Harnwege und Nieren, die Samen wirken anregend und sind gut für den Start in den Tag.
Dies sind nur einige der tollen Eigenschaften.
Ihr könnt einen Tee daraus zubereiten, entweder von den frischen oder als Vorrat von den getrockneten Pflanzenteilen.
Auch kann man die Blätter zu leckeren Suppen, im Salat oder wie Spinat verwenden. Damit sie nicht mehr brennen, die Blätter auf ein Küchentuch legen und mit dem Nudelholz kräftig darüber rollen, so werden die Brennhaare zerstört und können nicht mehr brennen.
Die Samen können frisch von der Pflanze in den Mund wandern oder gesammelt (getrocknet) als Müslizutat verwendet werden. Natürlich passen sie ebenso gut in Suppen und Salate.

Brennessel
Die Taubnesseln (Weiß, Gelb,Rot) können wie die Brennnesseln verwendet werden. Ihre Blüten hingegen haben ihren ganz eigenen Reiz. Sie können als Tee oder wie andere Essbare Blüten auf Salaten, Suppen oder Desserts ihren Nutzen finden.
Der Blütentee hilft bei Frauenleiden, besonders bei Menstruationsbeschwerden.
Die Blätter bei Harnleiden.
In selten Fällen kann es zu Überreaktionen kommen. Dann bitte nicht weiterverwenden. Auch sollte nicht mehr als 2 bis maximal 3 Tassen Tee pro Tag und nicht länger als 3 Wochen getrunken werden.
Bei Fragen steh ich Euch gern zur Verfügung. Anruf oder Mail genügt.
Silvia Loos: Tel.: 07334-923149, Mail: loos.silvia@gmx.de



15.05.2020 Naturerlebnis


Vor einigen Tagen kam meine kleine Nachbarin (6 Jahre) mit ihrem Bruder (2 Jahre) zu mir, als ich in meinem Staudenbeet an der Straße arbeitete. Einige Zeit schauten sie mir zu, aber bald wurde es natürlich langweilig. Das Mädchen verschwand und kam nach ein paar Minuten ganz aufgeregt wieder zu mir und ihrem Bruder. Sie hatte eine Blindschleiche in der Hand und war ganz begeistert. Sofort wollte natürlich auch ihr kleiner Bruder das Tier auf die Hand nehmen. Beide gingen ganz sanft und unerschrocken mit ihr um, als wüssten sie von der Zerbrechlichkeit, dieses Tieres. Es war einfach nur faszinierend, wie sich die Blindschleiche anfühlte und von einer Hand auf die andere schlängelte.
Sie hat eine glänzende und ganz glatte Haut und ist kein bisschen eklig, wie es manche meinen.

Blindschleiche
Die Blindschleiche zählt nicht zu den Schlangen, sondern ist eine Echse. Anderes als Schlangen kann sie ihre Augen schließen. Zum Züngeln muss sie das Maul etwas öffnen, da sie keine Lücke in der Oberlippe hat, wie das bei Schlangen üblich ist.
Ihr Name ist irreführend, denn sie ist eben ganz und gar nicht blind. Der Name hat sich im laufe der Zeit verändert, wie das oftmals vorkommt. Im althochdeutschen heißt sie „Plintslicho“, was soviel wie blendender Schleicher heißt. Und das trifft auf die glänzende Haut der Schleiche sehr wohl zu.
Sie lebt gern im Unterholz, in Steinhaufen, oder im Pflanzendickicht, wo es schön warm ist und sie sich gut verstecken kann. Wenn man das Tier in den eigenen Garten locken will, freut sie sich besonders an Trockenmauer und Steingärten. Wobei hier nicht die Steingärten gemeint sind, die sich gerade besonderer Beliebtheit erfreuen. Ein paar Polsterstauden, unter den sie sich verstecken kann und die zugleich Insekten anlocken sind ihr wesentlich lieber. Auch findet man sie ab und zu im Komposthaufen.
Sie frisst in der Abenddämmerung und in den frühen Morgenstunden gerne Regenwürmer, aber mindestens genauso gern Nacktschnecken und haarlose Raupen. Das erfreut wiederum uns Gärtner, denn sie zählt damit zu den Nützlingen. Da der Mensch viel Lebensraum kaputt macht steht sie unter besonderem Schutz.
Sie legt 8-12 Eier, woraus nach 14 Wochen die Jungtiere schlüpfen.

Blindschleich2
Leider hat sie selbst auch Fressfeinde, hierzu zählen: zahlreiche Vogelarten, sie werden gejagt von Säugetieren wie Igel, Dachs, Fuchs und Marder. In Siedlungsgebieten stellen ihnen Hunde, Katzen und selbst Hühner nach.
Die Blindschleiche überwintert in Gruppen von 5-30 Tieren in frostfreien Erdlöchern, in Kältestarre und wartet auf den Frühling. Anfang April wagen sie sich wieder heraus.
Beim Arbeiten im Garten sollten wir also sorgfältig vorgehen, denn unter Polsterstauden, am Zaunrand, im Komposthaufen, im Gras, ja überall, wo es die Möglichkeit zum Verstecken gibt, könnte ein so faszinierendes Tier sich aufhalten. Bei Gefahr wirft sie einen Teil ihres Schwanzes ab, dieses Stück zappelt noch eine Zeitlang, so soll dem Feind vorgegaukelt werden, es würde sich um das lebende Tier handeln, während sich die Blindschleiche selbst, möglichst unauffällig davon schleicht. Ihr wächst dann ein etwas kürzeres Schwanzende nach.


Gez. Silvia Loos


22.05.2020 Unser „Lebens“Fluss Fils

Vor Urzeiten mündete die Fils nicht wie heute in den Neckar, und schließlich über den Rhein in die Nordsee, sondern floss über die Urlone in die Donau. Damals gab es allerdings noch nicht einmal die Filsalb. Die Landschaft prägte ein ganz anderes Gesicht. Während Millionen von Jahren verschoben sich Erdplatten, die Erde hob sich, Erosion wiederum baute Gestein ab. Auch heute verändert sich unsere Landschaft, nur nehmen wir es oft nicht wahr, weil es meist langsam geht. Ab und zu jedoch gibt es auch heute größere Felsstürze, so dass wir sehen, wie sich unsere Heimat verändert.

Fils

Die Fils bei Deggingen

Woher der Name „Fils“ kommt, kann nicht genau gesagt werden, die Forscher mehrere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Es könnte sich zum Einen um die Namensähnlichkeit zu Fels, also Gewässer am Fels handeln, oder aber um den germanischen Ursprung, der auf Fließendes Gewässer hindeutet, allerdings gibt es auch eine alte Namensähnlichkeit mit dem früheren Wort für Weide, welche gern am Gewässer wächst.

Fils2

Die Fils bei Gosbach

Für viele Lebewesen ist die Fils Heimat und Nahrungsquelle. Auch für uns Menschen war und ist sie Lebensnotwendig. Am Anfang der Industrialisierung gab es viele Mühlen die mit Hilfe der Wasserkraft verschiedene Mühlen antrieb. Z.B.: Brettmühlen, Ölmühlen und Mehlmühlen. Metzger wuschen die Gedärme und Mägen der geschlachteten Tiere am Fluss, Gerber nutzten ebenso das Wasser und natürlich holten sich die Menschen auch ihr Trinkwasser von dort. Wie die Wasserqualität damals war, mögen wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. Mit Einzug der Industrie, die viele Giftstoffe in den Fluss ableitete wurde dies nur noch schlimmer.

Enten

Entenfamilie in Deggingen

Erst in den 70 Jahren, des vorigen Jahrhunderts wurde uns Bewusst, dass es so nicht weitergehen kann, da viele Lebewesen, darunter Fische und Kleinstlebewesen starben. Heute haben wir Gott sei Dank wieder ein sauberes Gewässer, das wieder voll Leben ist. Verschiedene Fische, wie z.B. Forelle, Stichling, Elritze, Barbe, Saibling, Mühlgroppe. Bei einem Spaziergang entlang der Fils entdeckte Bernd am Grund des seichten Wassers etwas, von dem er anhand der Farbe und Zeichnung annahm, dass es sich nicht um Steine handelt, sondern um einen Fisch. Allerdings bewegte es sich nicht vom Fleck. Ich machte erst mal ein paar Fotos, dann nahm Bernd kleinen Stecken und stupfte das Etwas vorsichtig. Schon als er in die Nähe kam …. Wusch war es verschwunden. Wir konnten den Fisch dann bald an anderer Stelle wieder auftauchen sehen und freuten uns, eine Mühlgroppe entdeckt zu haben.

Muehlgroppe

Mühlgroppe

Sie lebt gern im Versteck unter Steinen, wo sie gut getarnt ihre Umgebung beobachtet. Auch gab es an dieser, aber auch an anderen Stellen, tausende von Köcherfliegenlarven. So viele hatten wir noch nie gesehen. Ebenso tummelten sich unzählige Schlammschnecken und Wassermücken dort. Enten, Wasseramseln und Graureiher, waren ebenso anzutreffen, wie auch viele andere Vogelarten, die zum Teil ihre Nester auf Bäumen und Sträucher entlang der Fils bauen.

Hund

Hunde tummeln sich auch gerne in der Fils

Unzählige Pflanzen wachsen im und am Gewässer, und selbst das Schwemmland, das zurzeit saftige Wiesen beheimatet, wird für Tierfutter und zum Aufenthaltsplatz für den Menschen genutzt. Spaziergänger erfrischen sich ebenso gern am klaren Wasser wie auch Hunde, mit denen einige am Fluss entlang gehen.

Anette

Anette erfrischt sich an der Fils

Ich selbst bin hier nicht geboren, sondern erst vor einigen Jahren hergezogen, aber auch für mich war das Spielen am Bach etwas Spannendes. So habt Ihr, die Ihr an der Fils Eure Kindheit verbracht habt sicher viele schöne Erinnerungen an sie. Manches tragische Ereignis dürfte nicht ausgeblieben sein, da bei niedrigem Wasserstand, wie zurzeit, kaum einer dran denken mag, wie gefährlich die Fils sein kann, wenn sie Hochwasser führt. Manch abenteuerlustigem Kind wurde sie zur tödlichen Falle, das erzählte mir mein früherer Chef, dessen Bruder die Gefahr nicht sah, weil das Ufer unterspült war und unter seinem Gewicht abbrach. Das Wasser nahm ihn mit und selbst schnelle Hilfe konnte ihn nicht mehr retten.

Schnecke

Schnecke beim Fressen in der Fils

Im Winter, wenn sie zugefroren war, war sie für Groß und Klein Tummelplatz. Eislaufen mit Kufen, die man sich unter die Schuhe schnallte war ein beliebter Zeitvertreib. Aber auch da kam sicher der Ein oder Andere auch einmal nass nach Hause, weil die Eisschicht nicht dick genug war.

Kaninchen

Auf der Wiese vom Hirschwirt in Gosbach

Heute können wir Kraft tanken, indem wir uns Zeit nehmen, ein ruhiges Plätzchen am Wasser suchen und einfach dessen Lauf verfolgen. Das ruhige Plätschern und Fließen entspannt genauso, wie das grün der Pflanzen drumherum. Wenn wir dann noch den Tieren, die sich in und am Gewässer aufhalten zusehen, so ist das besser als jeder Naturfilm im Fernsehen. Findet man Brunnenkresse, so hat man sogar noch eine Gaumenfreude und tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Auch tut es dem müden Wanderer gut, wenn er sich seiner Schuhe und Socken entledigt und in das kalte Nass steigt. Dies regt den Kreislauf an macht müde Füße wieder munter.

Fabi

Fabi hat auch Spaß im kühlen Naß

Es gäbe noch vieles zu erzählen, aber dafür reicht hier leider der Platz nicht aus. Nehmt Euch Zeit um in Erinnerungen zu schwelgen und holt Euch neue Erlebnisse, indem Ihr unsere Fils einmal ganz bewusst besucht und beobachtet. Allein, zu Zwein, mit der Familie oder Freunden.

Gez. Silvia Loos


02.06.2020 Besuch im Garten


Als ich neulich mit einem Besucher bei mir im Garten war, haben wir einen imposanten Käfer vor unseren Füssen, auf der Treppe zu meinem „Alpengarten“ entdeckt. Uns fiel gleich die Ähnlichkeit zum Hirschkäfer auf, den wir beide aber noch nie in Natura gesehen hatten.
Nachdem ich meinen Besucher verabschiedet hatte, holt ich meine Kamera und hoffte den Käfer wiederzufinden. Natürlich hatte er nicht auf mich gewartet, allerdings entdeckte ich ihn kurz darauf in meinem kleinen Teich, auf einem Seerosenblatt. Er hatte wohl Durst bekommen und wollte sich an dem klaren Wasser etwas laben. Kaum war er am Rand des Blattes angekommen, plumpste er auch schon ins Wasser. Er war womöglich zu schwer und konnte sich nicht richtig festhalten. Nun versuchte er mehrmals auf das Blatt zurück zu krabbeln, aber damit hatte er seine liebe Mühe. Nun tat er mir doch leid und ich holte eine Latte, mit deren Hilfe bekam ich ihn wieder an Land. So konnte ich ihn nun von der Nähe fotografieren. Nach dem Fototermin entließ ich ihn wieder in die Natur. Nun wollte ich aber doch wissen, mit wem ich hier das Vergnügen hatte. Also nichts wie hin zum Bücherregal und das Käferbuch zur Hand (BLV Naturführer – Käfer -). Hier wurde ich schnell fündig, da mein Gast tatsächlich mit dem Hirschkäfer verwandt ist.
Sein Name: Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus)

Schroeder

auch wird er als kleiner Hirschkäfer bezeichnet. Er hat starke Mundwerkzeuge und kann wohl damit auch sehr ordentlich zubeißen. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, wenn man weiß, dass er gerne im Totholz lebt. Er ernährt sich von Baumsäften und Blättern. Seine Eier legt er in Totholz, wo nach 2-3 Jahren die Käfer im Spätherbst schlüpfen. Die Larven haben zwischenzeitlich das morsche Holz verspeist und helfen so in den Wäldern (oder im heimischen Garten) abgestorbene Baumreste zu entsorgen, bzw. machen daraus Humus, der anderen Lebewesen als Grundlage neuen Lebens dient. Die Käfer überwintern am Ort ihrer Verpuppung und sind erst im nächsten Jahr von Mai bis August unterwegs. Da es auch in meinem Garten Totholz gibt, wird der bis zu 32mm große Balkenschröter vielleicht auch im nächsten Jahr wieder zu meinen Gartengästen gehören.


Gez. Silvia Loos


09.06.2020 Heimische „Gartenwehr“


Die Natur ist voll erwacht und mit ihr natürlich auch die verschiedensten Insekten. Nicht nur die bei uns beliebten, nein vor allem erstmal die eher ungeliebten … z.B. Blattläuse. Sie sitzen jetzt gern an Rosenknospen, aber auch auf Garten- und Wiesenblumen sieht man viele. Gerne möchte man sie so schnell als möglich vertreiben, doch bitte nicht mit der chemischen Keule!

Larve
Hier heißt es Geduld haben. Denn unsere Nützlinge kommen erst, wenn genügend Futter vorhanden ist. Der bei uns wohl bekannteste ist der Marienkäfer, den kennt jedes Kind. Aber seine Larve oder Puppe nicht.

Marie
Die gelben Eipakete legt er gern in der nähe von Läusekolonien auf die Blattunterseite. Die Larven die nach einigen Tagen schlüpfen haben es dann nicht weit zum Futter. Der Hunger der kleinen Tierchen ist mächtig, verspeisen sie doch wesentlich mehr, als die ausgewachsenen Käfer. Sie häuten sich mehrmals, da ihnen die Haut immer wieder zu eng wird. Am Anfang sind sie fast nur grauschwarz, dann kommen orangene Flecken dazu, bis sie sich letztendlich von der Puppe zum Käfer verwandeln. Die Puppe auf meiner Gießkanne war 2 Tage nach diesem Foto ein schöner 7 Punkt Marienkäfer geworden. Achtet also bitte auf die kleinen Helfer, es gibt viele Menschen, die sie als Schadinsekten töten, weil man sie nicht kennt. Sie sehen mit ihrem stacheligen Rücken und den 6 Beinchen im vorderen Bereich aber auch gefährlich aus. Genaugenommen sind sie es ja auch, aber nicht für uns, sondern für die Blattläuse. Egal ob es sich nun um unseren 7 Punktmarienkäfer oder den Asiatischen Einwanderer handelt, sie helfen uns alle die ungeliebten Läuse zu beseitigen, nur braucht es eben Geduld!


Gez. Silvia Loos




 

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